Chapter 6
M. 5.40. — (Aus Philologus.)
Livius' Geschichtswerk,
seine Komposition und seine Quellen.
Ein Hilfsbuch flir Geschichtsforscher und Liviusleser
von
Wilh. Soltau.
VII und 224 S. Lex. 8". Geh. M. «.-.
Dieses Buch hat zum erstenmal deu Versuch gemacht, das gesamte Livianisclie Geschichtswerk auf seine direkten Quellen zuriickzufiihren und damit eine gesicherte Grundlage fur eine Geschichte der romischen Analistik zu gewinnen.
Im gleichen Veiiage erschien:
HANDLEXIKON
zu
CICERO
vox H. MERGUET.
Preis 24 Mark, gebunden 26 Mark. —
Das Haudlexikoii gibt iu etwa 80000 ausgetuhrteu uud uacli syntaktisch- piiraseoloyisclien Gesichtspunkten geordueteu, allen Sclirifteu Ciceros entnommeuen Beispieleu eiue Uebersiclit iiber deu gesamten Sprachgebrauch
dieses Schriftstellers.
DE ARTE AIVIATORIA LIBRI TRES.
ERKLART
VON
PAUL BRANDT. Brosch. Mk. 8,— ; gebunden Mk. 10,—
Mit dieser ersten wisseuschaltliclieu Ausgabe von Ovids Ars Amatoria mit ausfiihrlicheu deutsclieu Erklaruugeu hofft der Herausgeber eiuem tat- sachh'ch vorliaudeueu Bediirfuis abzulielfeu. Die von dem Staudpunkt objek- tiver Beurteilung aus zweifellos geluugenste Schopfuug Ovids bedarf eiues geschmackvollen Kommeutars iu mehr als einer Beziehuug. Nur zu oft wurde der Leser des Gedichtes aufgehalten durch die Fiille vou Auspie- luugen auf Autiquitateu, Kultus, Mytliologie, die er sich immer erst uotdiirftig zureclitsucheu musste, um docli bei vielen Stelleu unbefriedigt zu bleiben, sodass ilim der poetische Genuss des Werkes hochst uuliebsam verkurzt wurde: der Verf. der vorliegeuden Ausgabe ist sicli bewusst, keiuer Schwie- rigkeit aus dem Wege gegaugeu zu seiu, uud hofft, das Verstanduis der Dichtuug weseutlich gefordert zu habeu. Und wie die Ars eiue uueutbehr- liche Quelle zur Keuutnis einer kulturhistorisch hochst interessanten Zeit ist, so bemiiht sich der Kommeutar auch hier das iiberall notwendige Mate- rial in reichlicher Fiille zu gebeu. So will die Ausgabe Ovids Dichtung erklaren, nach verschiedeuen Seiten hiu, verzichtet aber auf die Kritik in Iierkommlichem Sinue. Gute kritische Ausgaben der Art haben wir, eiue erklarende aber uicht.
Nach einer Einleitung, welche im wesentlicheu eine Aualyse der Dichtuug zu gebeu sucht, folgt der Text mit den ausfiihrlichen Fussnoteu, iu deueu alles zum Verstandnis notweudige zu tindeu ist, ebeuso die Be- ziehuugeu zu den Vorbildern (I^omodie) alexandriuisch-romische Erotik etc. Besouderer Wert wurde auch auf die Uebersichtlichkeit des Inhalts gelegt: vor jedem Buch findet man eiue eingehende luhaltsubersicht; aucli im Kommeutar selbst sind die eiuzeluen Abschuitte zusammengefasst uud ilirem Hauptinhalte nach kurz skizziert; der Verfa.sser glaubt damit, im Sinne vieler Leser gehaudelt zu haben. Die zweite, auch getrenut kaufliclie Ab- teilung (der Auhaug) euthiilt zuerst zahlreiclie Xitteraturuachweise, daun Bemerkuugeu zur Textgestaltuug, eudlich weitere Ausfiilirungen und Zusatze zu dem im Kommeutar gegebeueu Material.
Den Schluss des Buches bildet eiu ausfllhrlicher Index in drei Ab- teilungeu: (I. Eigennameu. II. Spracliliches. III. Sachliches), durch den die Brauchbarkeit des Buches wesentlich erhoht sein dililte.
Dieterichsche Verlagsbuchhandlung, Theodor Weicher, Leipzig.
Die Antike und wir
Vorlesungen von Th. Zielinski
Professor an der Universitat St. Peteisbiiin
Aiitoiisierte ITbersetzung vou E. Schoeler
IV uiid 12G Seiten gi-. 8". Gelieftet M. 2.40, gebunclen M. 3.—.
Erste V^orlesung: Eiiileituug: Die Antike in der ollentliiheu Meinung. —
Zwei Stroinuugeu iu der sozialeu Entwickeluug.
Der Bildungswert der Antike.
Erfahruugstatsaclien. Evolutiou der klas.sisciieu Bihluug. Kriterien.
Die Aufgabeu der Mittel.schule. Zweite Vorlesung: Die Methoden der Spracherleruung. Vergleicheude Wertung
der Spracheu. Aussprache uud Orthograpliie. Durchsichtigkeit der
Etyuiologie. Dritte Vorlesuug: Semasiologie. Die Sprache als Ausdruck der Volksseele.
Die Syntax. _. Euiauzipatiou des Gedankens. Eine Schule des Stils. Vierte Vorlesung: Ubersetzungeu uud Origiuale. Der padagogisch-moralische
Gesichtspuukt. Der patlagogisch iutellektuelle Gesichtspuukt. Universa-
lisuius. Autike und moderne Poesie. Optimismus uud Wahrheitssinu. Fiiufte Vorlesung:
Der Kulturvvert der Antilte.
Xicht Noriu, souderu Same. Die Antike als unsere geistige Heimat.
Religion. Mythologie-Literatur. Historisclie Literatur. Historische
Wahrheit und Hottentottismus. Sechste Vorlesung: Philosophische Literatur. Uberzeugbarkeit. Philosophie.
Ethik. Politik. Rechtswisseuscliaft. Siebeute Vorlesung: Kunst. Architektur. Struktive Ehrlichkeit. Skulptur
und Malerei. Freilieit uud Natiiriichkeit. Idealismus. Kuusthaudwerk.
Beseeluug. Veredeluug der moderneu Kultur durcli die Autike.
Die Wissenschaft von der Antilve.
Deukmaler. Vorarbeit uud Arbeit. Aufgaben der Vergangenheit.
Siguatur der xXeuzeit. Aufgaben der Zukunft. Achte Vorlesuug: Schlussbetrachtung. Die Autike in der offentlichen
Meinung. Betrug und Missver.stauduis.
Das Claiiselgesetz in CicerosReden
Gnmdziige einer oratorisclien llliythmik
von Th. Zieiinski
Piotessor an der Universitat .St. Petersburg
Mk. 8.40. (Separatabdruck aus Philologus Suppl.-Bd. IX).
Das Auslebeii des Olauselgesetzes
von Tli. Zielinslvi
Professor an der Universitat St. Petersburg
Mk. 1.20. (Separatabdruck aus Philologus).
Dri.ck von Julius .\bel, KOuigi. Umversitiitsbuchdruckerei, Greiiswald.
