Chapter 21
II. Die Untergange fehleu.
Schluss: Die verschiedeue Lichtstarke der Fixsterue lind ihre Meuffe.
Erklarung.
1 — 31 Eiuleituug. Au die Astrologie des ^wSta (iu II, III, IV) schliesst sich die der Fixsterne nordlich und siidlich Yom Tierkreis au. Im Yerzeichnisse, Buch I 294 — 442, siud 38 aufgezahlt, iu diesem Buche werden 34, daruuter aber zwei dort uicht erwahnte, nicht- griechische Sternbilder behandelt (haedus und fidicula). Zu einzelnem : — 1 relictis g. Das Bild der Reise ist festzuhalten (finisset iter). — 5 medios ignes, die Plaueteu (sie folgeu [xeta ty]v xwv dTcAavwv ^eacv (Diels D. 344) — percurreret : decurreret ist durch Dittographie aus descensum entstandeu. Der Yers ist uicht zu eutbehren: aber vs. 6 uud 7 gehoren unter den Text (vgl. zu I 811). — 8 iuhet. Der Dichter handelt auf Befehl der Gottheit (mundus). — 9 uectantiir o fiihrt auf
BucJi 5, 15-2«. ]47
uecfantem et — als Deponens im Partic. (Draeger Hist. G. I 139). — 12 Vollstandig- iiberliefert (magni pars maxima caeli et ratis heroum) nur in der m-Klasse und den jiingsteu Hdschr. — 15 cetum: iiber die Form zu I 435. — Aber durch beides: squamis atque ore tremendo wird ceium nicht hiferum. hifero corpore ist der siidliche, hier jeden- falls zu erwahnende Ceutaur (vgl. zu IV 230). Daher mit Reinesius und Pingre: et hifer et cetum. — 16 Hesperidumque uigil custos: entweder versetzt Manilius den Drachen unter die siidlichen Stern- bilder, oder er erzahlt allen Mythographen zum Trotze, was von diesem gilt, von der Hydra: eine starke Verwechselung; vgl. Moeller J., stud. Manil. pag. 10. — Mit illinc 19 beginnen die signa horentia: anguis =. draco. — 20 Mit currus und plaustrum ist die Tatigkeit des heniochus und des hootes klar gezeichnet. — 23 Andromedamque negans: bisher nicht sicher erkliirt (Pingre 'qui semblent meconuaitre leur fille'; etwa 'verleugnend'). — 24 quique statt quaque o. Der Nomin. ist durch uocat (12) gefordert. — 25 alitc tectus: iiber das Sternbild des Adlers (vgl. Boll Sph. 115). — 26 ceteraque: er verzichtet auf VoUstandigkeit der Aufzahlung.
Ausfiihruug (32). Der Dichter will die eigentiimlichen Krafte dieser Fixsterne a) bei ihrem Aufgauge, b) bei ihrem Niedergauge, geordnet nach deu betreffenden Graden der ^wota schildern. Nur die erste Aufgabe ist (32 — 710) zum Teil gelost. Die Verteilung der Fixsterue griechischen Himmels faud er bei Hipparch, der Auf- gange, Kulmiuatiou, Niedergange, geordnet uach Graden der CvSta, aber begiuneud voni 6p augibt; ein astronomisches Verzeichuis ohne astrologischen Hintergrund. Manilius begiunt seine Verteilung vom Widder — wie vor ihm schon Nigidius, aber er verteilt nach astro- logischen Gesichtspunkten. Diese Betrachtungsweise war zu seiner Zeit bereits iu der Literatur durchgedrungen — in der vou Lucau aufbewahrten Koustellatiou des Nigidius (Luc. I 639 — 671) findet sich Orion als kriegbringeuder, aquarius als potens undis; die Planeten treten zu den himmlischeu Hausern. Fiir Manilius diirfte Asclepiades auch hier als eiue Quelle gelten, obwohl in dessen a^atpa ^ap^apiY.ri eine Verteilung der Fixsterne auf die Tierbilder sich nicht fiudet. Aber die Verteilung bei Mauilius, namentlich seine Angaben iiber die Grade der Aufgange sind zum grosseren Teile unrichtig; auch weun man nicht ein auvavaxeXXeiv (Hipparch) sondern den weitereu Begriff eines TiapavaxeXXscv aus den neuen Texten bei Boll (Sph.) zu Grunde legt. (Boll: 'das Erscheinen des Sternbildes nebeu dem oder jenem Grade
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148 Buch 5, 29-50.
des Tierkreiszeicheus an den vier Centren des Himmels — Aufgang, Hohe, Niedergang, Tiefstand'). — Die Angaben bei Aratus und Hyginus s., Anhang, Tafel HI. — 29 qiiaeque (.lacob) erg. signa. — 30. 31 Als unecht von Bentl. erkanut. Die Tautologie proprias uires in 27 und 30, temjjora rerum unklar fiir jjara, stellis fiir signis; anstossig ist besonders der fabricator Olympi. Dies sprieht fur Streichung.
