Chapter 18
D. S. V. d. Welt 345). Die gleiche Windrose habeu Senec. N. Q.
V 16fF. Plin. N. H. II 119fF., totidem uentos esse, qxiot caeli discrimina Sen. — man, giug dabei aus von den Punkten des Sonuenauf- und Unterganges ati den Solstitien und Aquiuoktien fiir Ost- und West- winde. Mauilius nennt einen Nebenwind: IV 646 inter borean or- tumque aestate nitentem: zwischen dem horeas und dem Kacxca^, der von der ^sptvYj avaxoXrj kommt (ON); gemeint ist also der jisaTjc, boreas aquilo (NO) ; wahrend II 826 (cardo) nitentem qui tenet exortnm nur den Osten bezeichnet, dvaxoXYj caY][Ji£pcvYj (suhsolanus). — 594 Ver- biude aurae exspirant similis flatus. — 595 Von hier ist Posidonius TOpl (bxsavou die Quelle, und Strabo II 121 ff. zum Vergleiche heran- zuziehen (vgl. Muller a. a. O.) — natat tellus vgl. Strabo II 121 ■fj xaO-' rj\ia.c, ocxoup.£vy] yY) Trepcppuxo^ oOaa oiy(zxai xoXnooc, sc^ sauxi^v. — r Er beginnt mit eiuem Periplus durch das Mittelmeer bis vs. 627. — 597 uespero adj. o. — 598 admissus: eine starke obere Stromung an
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132 Buch 4, 599-620.
beiden Kusten geht nach inneu, die Ausstromung in der Mitte und in der Tiefe. — 599 adluit (abluit und aluit o). — 600 reuocans in Syrtes: die Ufer zuriickdrangend, so dass beide Syrteu entstehen. Da in 601 ein que zuviel ist, korrigiert Bentl. rursum usque ad; einfacher ist e8 reuocat in 600 zu setzen. Die Stromung rechts endet also bei der Nilmiindung. — 602 laeiia freti substant. Adj. — caedunt aequore gentes: die Metapher ist geschiitzt durch I 44 secat gentes Euplirates und unten vs. 610. — 603 in uicinis terris: ahnlich vs. 638 uicina terris litora und 690 uicina ripis. — 604 dextram sinuantis: Italiens Kiiste bildet bis Sicilien hin einen Bogen, der die Flut nach rechts drangt (vgl. 608). — 606 hac m. In 1 fehlte die Initiale, daher ac gc — porta fudit; wie das fehlende Wort hiess, ist nicht zu ermitteln: fiir Bentleys aperta spricht Strabo II 123: jxexa^u Tidpou xi]c, xe TyjyiVYjg xal x^c McaaY]vCa5 — au^exat 5' ^tcI [A£v x6 Trpo? lin \xipoc, — hier: enatat lonio laxasque vagatur in undas; namlich bis Creta, aber (at?) zuvor ergiesst sich das Meer links (zu laeuam kann ich kein Beziehuugswort finden). — 609 Der Vers ist noch nicht gebessert. Sicher iiberliefert ist Adriam comitatus nomine j>onto. Strabo a. a. 0. 6 Se lo^ioc, v.6\tzqc, [lepoc; eaxl xou vuv 'Aopiou XeyofievoD. Darnach empfehle ich: atque Adride comitatur nomine pontus. — 610 laeuum (hdschr. hellum, durch Vertauschung der Buchstaben b, 1, V und L): links bleibt IUyrikum dem Schiifer (619). — 611 lauat: Andeutung des Ambracischen Meerbusens. — 614 Achaica: 'Ay^txiol oi OO-iwxao sind gemeint. — 615 pontus als Apposition zu fretum ist mindestens sehr hart. Fiir pontm penitus als Praposition zu fretum zu setzen (Jacob), ist bedenklich. Lasst sich imntus nicht halten, so empfiehlt sich hic intus sc. truditur (intus ruere = nach iunen) fretum. — 616. 617 artas mit Bentl. und iniungit (1 und m) Vereinigt mit'. — 618 quae tergo coniuncta manet pontemque ministrat (pontum M), Pingre: 'place comme a Tarriere de toutes ces mers semble etre la source de la Mediterranee entiere (meint er etwa fontem? freilich ganz gegen Manil. Anschauung). ponte^n ist hdschr. gesichert. 'Die Maeotis' (der Genetiv Maeotis kehrt 678 wieder, findet sich auch bei Plinius N. H. 4, 75), sagt Strabo: uTiepxetxai oe xou iw^tvou xdXuou Trpo? dcpxxov, sie ist also im Riicken (Norden) mit dera EO^etvoc; verbunden — durch die Strasse von lenikale; geschieden durch eine Briicke, namlich die Landzungen Kertsch und Taman ('belasst eine Briicke'). — 620 reuocatus verbiude mit in angustas iterum fauces wie oben truditur: die treibende Stromung malt Shakespeare im Othello III 3: 'des Pontus Meer, dess' eis'ger Strom und fort-
Buch. 4, 621-641. 133
gewalzte Flut keiu Rilckwartsebben kennt, nein unaufhaltsam in den Propontis rollt uud Hellespont'. — 621 nitentis miratur populos Asiae von Bentl. beanstandet; nitentis ist unverstilndlich, innumerae yentes folgen 623; Dufay iibersetzt claras, Bentl. korrigiert campos. Der aus dem Hellespont kommende Schiffer sieht zur Linken zunachst Troas und die fropaea, die Denkmaler auf den Hiigeln am Ufer ('OqjpuaLov, Tottecov, S^yeLov) die {jivYjfxaxa, deren Strabo XHI 595 sechs aufzahlt. Daher setze ich fiir populos scopulos. — 623 Die ganze Kiiste wird bis zum Taurus kurz bezeichnet durch innumerae gentes. Taurum ist erhalten in ra: aurumque. — 625 fugientis terras: Der siegenden Kraft des Meeres weichen sie (yewypacpet xai o-/ri\i.oi.xiZ,ei TYjv yvjv Yj ■8'a^axxa); dasselbe Bild in 629 constringit undarum hahenis (so Scal. fiir harenis o).
630 — 641 Die Inseln des Mittelmeeres: ihre Lage nach den Meeresteilen; die Anordnung ahnlich wie bei Strabo 1. c.
631 uestigia plantae: Hindeutung auf griechisches Iy(yo\Joa. (vou iX^oi-), Plin. N. H. 3. 7. Ichnusafn a similitucline uestigii. — 632 Trinacria praecisa: nach Huet Anspielung auf Sicilia (vou sica^ sicilis., Sichel) — dTtoppwya xTji; IxaXtag sagt Strabo I 54 (nach Posidonius). — 634 et crete: Pingre: 'est celebre pour avoir ete le berceau' — aber est fehlt eben; Dufay: etiam Creta miratur Euhoicos montes; Creta aber kann nur seinen Ida bewundern. Es ist wohl et in est zu audern. — 635 Aegypti fiuctihus: gemeint ist mare Aegyptium: Strabo I 125 : ev Se xtp Taaixtp Y.6XTHd xecaO-ai — — xyjv Kuupov auvdTixouaav xw AtyuTtxcw TceXdyec. Der Meeresteil muss hier benannt werden. Die Miindung des Nil (amnis corr. Bentl.), etwa nach Eujrip. Baceh. 404 )(^dva ■^•'av ixaxoaxojjtoc ^appdpou uoxa[ioO poac xaprciJ^ouacv dvo[iPpov) liegt dem Geographen zu fern. — 636. 637 Es folgen die kleineren Inseln. Ein die Akkusative regierendes Verbum fehlt und ist wohl durch das aus Dittographie zu 639 entstandene litoro, in
637 verdrangt; et aequalis Cyclades ist bisher nicht erklart. Ich. folge Bentley in 636: sola et tamen, schreibe in 637, da praetereo zu weit abweicht: mitto uel Aegaeas Cyclades (mitto gemessen wie II 111).
638 Aulida als Insel unbekannt (Huet deutet es sehr zweifelnd an), jedeufalls ist es mit Tenedos nicht zu verbinden; Strabo nennt Leshos an dieser Stelle. Es ist wohl mit ^^Qchext Aspida zu lesen ('Aaiits zwischen Teos uud Lebedos cf. Strabo XIV 64S)., -r:/.Cersica (adj.) liiora folgen hier mit den kleiueren Inseln des Westens. — ierris wie 603. — 639, 641 primtmque (o): Ybiza, eine der Pithyusen,
134 Bucll 4, M2-659.
behauptet sich gegeu den Ozean, da wo er zuerst iii das Festland eiubricht.
642 Drei andere Meerbusen erschloss sich der Pontus — faucibus abreptis, indom er Zugauge deni Festlaude ontriss (abreptis o ohne die Yariante abruptis^ was hier passeu uiochte — aber abgeleitet von abrumpo). Die Nebenformen mit u: eruptis, subruptis, abruptutnque finden sich iu den Hdschr. III 355. III 352. Y 107). — 644 Nach Bentl. impulit oceano, potius sed — impulit (wie hostem) 'bestiirrate' mittels der 'Brauduug'. Mauilius setzt hier pontus fiir das gauze Meer, oceano, wie 640, fiir das die Kiiste bekampfende. — potius (vorgeschlagen ist pJiorci/s, penitus, pontus) ist doch mit Beutl. zu haltou: impulit 'bestiirmte", erg. vergeblich', vielmehr wurde er durch Berge ver- liindert. 646 Caspium mare gilt zur Augustischen Zeit aligemeiu als Buseu des Eismeeres (Eratosthenes, Artemidos, Yarro, Karte des Agrippa), von Nordost (vgl. zu 587) dringt es durcli lauge, schmale Meereuge eiu, ergiesst dauu sich iiber weite Gelilde (649: fluctus similis Euxini ponti facit Caspia aequora): dies gibt in wortlicher Anlehuuug Pliu. N. H. YI 38: inrumpit autem artis faucibus et in longitudinem spatiosis. atque ubi coepit in latitudinem pandi. lunatis obliquatur cornibus^ velut ad Maeotium lacum descendens., sicilis, ut auctor est M. Varro., similitudine. — 650 Zwei Meerbusen im Siideu. Oben war oceanus Kampfmittel, hier kjimpft er mittels der Welleu per undas (per und^ 1 per unde co ^^er undas M), uud das Mittel mochte inan nicht liier vermissen (perinde ist vorgeschlagen). — 656 adfundit litora gemmantia (Pingre: oii Ton recueille les perles, Dufay: coruscantes gemmis) wie 806 radiantia litora. — in mollis Arabas — driugt iu Arabieu ein. — 657 media illa duobus: abschliessendes epiphouema (erg. terra maribus). - 658 Yon der Oceauographie wendet Manilius sich, wie er das ofter tut, ohne jedeu Ubergang zum Festlaude. Aber doch orientiert er den Leser hinlanglich: eine Lucke mit Scaliger auzuuehmen (deest mrsus ante hunc, qui continebat nomen Lybiae) ist keiu Aulass. Wie oben beginut er mit Afrika uud uenut Libyen rechtzeitig: eiuleitend sagt er: Karthago, welches eiu Keich sich mit Waffeugewalt schuf, hat, nachdem Hauuibal die Alpenfelseu zer- schmetterte, am Trebia uud bei Cannae gesiegL und Libyens Mann- schaft iiber Italien ergossen. Darau schliesst sich ohne Zwang die Schilderung Afrikas. — 659 Alpinas arces. Beutl. erinnert an arces Alpibus impositas bei Hor. lY 14. 12, uud dadurch verleitet, iibersetzt Pingre 'les forteresses, que uous (?) avions coustruites par les xVlpes'.
Buch 4, 660-687. 135
ignibus contudit wie Livius XXI 37 beschreibt: ita torridam incendio rupeni ferro pandunt. — arces sind also die den Weg sperrenden Felsen. — 660 fecit et aeternam o — Haufung der kopulativen Par- tikel et, que, et nieht selten bei Manilius — aeternam Trehiam: griechiseh Tpepia^, masc. Sil. It. lY 645 o Trebia perfide, aber das Femininum zeigen auch einzelne Stellen (vgl. Neue I 641). — 662 Natur Afrikas. — 662 huc ist besser beglaubigt als huic. — 663 bellis futuris inferta: gemeint sind horrendi angues, uach der Notiz bei Pliuius N. H. VIII 37 : nota est in Piinicis bellis ad fiumen Bagradam Regulo imperatore hallistis tormentisque ut oppidum aliquod expugnata serpens CXXpedum longitudinis. — 665 mortispastu (Bentl. ^.i&it partii) Leichenfresser — die ganze Stelle ausgefiihrt bei Strabo XVII 826,speziell fur 668 portentosos cercopum ludit in ortus: 'sie gefallt sich wunder- same Arten von Affen hervorzubringen', nach dem dort zitierten Reise- bericht des Posidonius. — Da steht nun Vers 666 in poenas fecunda suas parit horrida tellus an falscher Stelle, unterbricht die Aufzahlung der Tiere, zeigt ein gauz unbeglaubigtes tellus hinter terrae (665). Er bildet aber niit 069 und 670 den Abschluss fur Afrika. Natiirlich bleibt horrida hella o (iiamlich monstrorum 662), und dies wird weiter gefiihrt: „i7tfestat" 'niacht die Wiisten durch diese Tiere gefahrlicher als durch ihre Uufruchtbarkeit' (sicco substant. Adjectiv). — 670 ponat uach g, colonis auch eine gute Lesart. — Nun mit 671 kurz zu Asien. — per omnia: "n\ jeder Beziehung'. — 672 gemmisque relucet pontus: von Perleu. — 674 India notitia maior: grosser als sein Ruf (fama). — Parthi o; die Anderung Bentleys Parthis empfiehlt sich durch die Be- ziehung zu orbis. — 676 illum circa: so Strabo XI C. 1, § 2: zb \ik^ ivxQc, xou Taupoi), xo o' iy.x6 bildet der Don, die palus Maeotis bis zuni Bosporus und der Kiiste des Eu^etvo^ — so Strabo ib. § 5: alles nach Posidonius. Manilius fiigt hinzu: Propontis und Hellespont {extremum mit genet.); sachlich unbedenklich. Aber die Messung Propontidos gegen IV 616 und IV 749 und sonst iiberall ist zu beanstauden, und es ist mit Huet zu andern: ad extremumque Proponiidos Hellespiontum. — 683 Ungeschickt uach vs. 748 gebildet und mit Bentley zu verwerfen. — 684. 685 litus und sui titido bewahrte m allein. — 686 maxima terra uiris vgl. Strabo II 126 xa: npbc, apsxYjv avSpwv eocpueaxaxYj xa.1 TcoXixetwv. — 687 Nachgeahmt von Seneca Suasor. 2, 5 Athenae eloquentia in- clitae erant, Thebae sacris, Sparta armis., Thebae diuis: Plin. N. H. IV 25 Thebae duorum numinum, Liberi atque Herculis., ut uolunt, patria.
if^ Buch'*; efegJm^!
b¥i^#ht"'gefasat;'Mi !seb,''ier *fs4M 'f6tr «^k^v(nach^8^hrader) Pd/Zav.«iii; dii^-^Valterstaftt-; Alexanders (I 770 Magno maxima Pelld); Thmalid (690)'vveiset aiif Achilles, Epirosqiie potens achliesSt sich nochi'a«' Troiani gratia helli an (Neoptolemus!), «Bbeiiso Ilh^^i^'' lOiciHotr ' 'JE}pifti ri^/^afcitilich wie'6B8 '(aiadbmv Brkiarunger), z. B. potens, ripis ■ ••^b'e^ i^i^ttiit iak Riviera*', odei' Andenmgen: uicina Pyrrhi, oder incinttaqk^ tupis' vetmag ioh nioht beizutreten; l^ei UmsteUung -^ Scaliger ^ . d9^i"*Atfssto«simg — Bentley '^ Vdfdi© sicb* re^e 'i^el kiiU n6td(irftJ^ 3'itf PyilThos von Epiros beziehen lasseii). /?^//r?.9 gilt eben landsohaftlieH uiid politisch als zu Epirus gehorig. — ■ 691 Threce durch l-^ und.ra bojieugt. — Martem sortita colonum nach Soph. Antig. 970 6'©pifjxiS) SaXfiuSirjaaoi; l'v' aYxtTctoXtg-^ApYji*; oder EuTip. 'Exfl^|5. 7'8*'^'' Hp.yjHYjg ^i "ApYji xaToxov ysvoi;. --^ ^^d2 stupefacta Germania ^ stupet ifigenti» ^ttr^ws. ■ ~ ' 693 Galti^ per cemus (Gallia diues 793/: iSirabo IV 188' if' ^iJ^et- "u6X65^pu dei" Beziehung andere inan nicht -^ vgl. Draeger H. Synt. L^ 20©)l Zur Sache vgl. Strabo III 152 fieyiCTTJOv tt&v 'IfS-rjptxwv etWr&V-xiJiSi fiXsfotOo^' Xf^dvous bub "PwiJLatioiV Tco}.^iri%^i>)Uri4ki^d4^ Jtalia inkt^^ ==^''Itali0ii, welches obeuan ^ieht ' -^ maxiTna nuch w^xima in! 693 i^t sehi" auffallig. — W5 ipsa: Boma dea ist gemeint. — * 696;iAb^ schluss: h&s erit in fines notayidus. uocandus o, aber dieUAufgaUie des Abschnittes l-sMt^t {^MJ- referenda figura : dazu f$^ssinota:mlm. -^ — 697 quem schliesst locker^wie I '25) an orhem anr die oben "vec-v sprochene „astrologische" Greographie wird nochmals angekiindigt. ^+iA 697i-^700 (^ singidci (o^nutzn halt&n. i^Die Dreiteilung vsj 69&i«b^: 699 ye^nw, gentes, ?/r&es, die sich ■ auch bei PtolemaAis iiiidet, geht ebenfalls auf Posidonius zuriick. — 701 av mlut ■ — - der Nachsatz folgt 710: sic alias — astrtim^ hinter der, streng' genoramen, dber-i fliissigen Parenthesev^sH 704--709 (Wiederholung aiis II Ab^^A:^^/^:. -^ discripta: verteilt — einpfiehlt sich durch 703. Mit Scaliger lese ich ut; naifcg in 703 extet: sodass ihre Tutel auch (iber besfcimmte Glieder Besteh©. '^-^ Trotz derAnkiindigung erhalten wiriviB«?i\l nochiiiiicht die astrologische Geographie, sondern es Murd der Einfluss des Larides anf 'Farbe, Gliederbau, Lebeusweise seiuer Bewohner — nach der gleiolieii Quelle— behandeltv Dem ztfciVco in -711; ',^dieser Teilung entspringt die Verschiedenheit" entspricht also das Polgende nicht — 715 flaiia Germania: vStrabo VII "290 rspjjiavoc — [aty.pov s^aXXaxTovTec T-(&0 xeXTixoO cpoXoo toj t£ 7rAeovae{jiw tyji; dypioTyjTO^ xat tou jjisys-S-ou^
Buch 4, 716-732. 137
-/fe^ljvtvj^ ^av^-OTrjXO^ (uach Posidonius) — dYptoxYjs vs. 794; [xeye^os ^SJi*^ OsiMieu (716), das beuachbarte, hat weuiger Rotbloud, Spauieu ge- dTUUgeuere Glieder, uud so stuft sich Gesichtsfarbe und Gliederbau wacltd^m Klima ab, alles klare geographische Auschauung, bei welcher d^en Gfestirnen wenig zu tuu iibrig bleibt. — 718 Kriegerischen Blick "^ferleiht der Ahnherr (iirbis pater) den Romern; gedruugenen Glieder- bau die Abstammung vom Kriegsgotte (genus o). — 720 Das gebraunte €^esieht zeigt den Einfluss der Ringschule. — 722 Die Erwahnuug Svriens neben den grossen Volkergruppeu ist sehr auffallig; die Lesart ciBSi^ram, in m lasst ein Assyriam vermuten, welches nebeu Indien aolKuV ^ iil8br\ ins Gewicht fallt. — 723 Es folgt der Siideu Aethioiies maciilant orbem — (urhem o) — nach Dufay: contaminant orbem terrmimi; iihnlich Piugre: fout dans Fuuivers une vraie bizarrerie: Boa«he-Leclercq: fout une tache sur le globe; — merkwiirdig driickt Jacieib dies aus: macidarum instar, ut in tigridis pellibus nigri homines candidis interspersi sunt. EUis N. H. 143 halt urbem (Romam) fest. ^iDer Parallelism^s der Glieder zeigt, dass maculare hier soviel ist -wi^ ififumti-e.^ifsielsihyfarzen ihren Erdteil und stelleu dar (figurant wio I 845, II 'oQ., III 672) die mit Duukel gefarbten Stamme (per- fundere coloribus^ ostro), nigras urbes I 45. — 724 minus India tostis jyroyenerat: tostas ist durch l^ und M uicht ausreicheud bezeugt: tostis daherSfestzuhalteli; Hc&ligers Erklaruug ^ro^ewera^ minus tostis „schafft ein^ Minder als Schwarz" weist Beutl. zuriick; Jacobs India tostis ('Dativ)*wod«rato tenorem facit iibersieht, dass ein Objekt zu progenerat m t>stt«hefi 'isfe. Mit gesuchter Ktirze sagt Manilius : progenerat India [gehtesj mimts tostis [hominibus]: Indien schafft seine Bevolkerung durch minder schwarze Meusehen' im Anschlusse an 723. Daran schliesst er: facit medium ienorem „verleiht ibnen dadurch eiue mittlere Haltuug". 44^(726 Agypten, Italien naber, auCh gekiihlt durch die Uberschwemmung d^g Nils, farbt minder schwarz als Athiopien. — Diese Kiihlung fehlt ireiter westlich (^Afri Koilektiv ftir die Westkiiste Afrikas): hervor- g@li6beti.''> wird)'Mauretanra!,iikMs 'ivon ' der Gesichtsfarbe bekannte — nomen oris habet ^ iu fAuspielung auf grieehisches Etymon (|jtaupds und ijjbaup6? = duiikel). Phoebus (foedus und Poenus sind Variauten) Aebafft hier magere, dunkle Volkeir;^^ 7i3il und 732 stehen nur iu d¥>r Klasse m«(»'.V2 und jiiugereu Hdschr.). ~ Aach die Verschieden- heitau Spra^che und Sitten (731. 732), der Pflanzen- (733 — 738) uud Tierwe3t (739 und 740)^ist'.Ergebnis des Klimas (732 pro sorte locorum,
138 Buch 4, 734-756.
734 per urbes; iirbes in allgemeinerem Sinne wie oben 662 Italas infudit in urbes). — 740 elefantas m duplici carcerc: India et Africa progenerat elefantas (Jacob). — Bis hierher spricht der wissenschaftliche Geograph: xpLtov Se zb noXkaXc, bnomnx(iiy.iw ai oiacpopali; depwv "ce xod xpaaecov, Tcap' 'dq %al ^(pa xai cpuxa xal Tudv'^-' ankGig, zcc iipbg xov ^tov yip-}^ai[ia. 7i>.£iaTr^v e^dXXa^cv exstv Strabo VI p. 280 uud andere Stellen bei Miiller de Pos. pag. 39, nach Posidonius. Ganz unvermittelt tritt nun der Astrolog ein : 'diese Yerschiedenheit sei das Werk der Ge- stirne', welchen die einzelneu Lander und Volker zugeteilt sind (742 ut statt et fordert Sinn und Zusammenhang; discripta auch in Ij — ur- spriingliches i ist iu e korrigiert; so las ich wenigsteus — 7'egionibus nach recionibus m) und zwar wirken sie mystisch — perfundunt suo aequore subiectas gentes. aequore o ist nach Huet == inftuxu bei Firmicus; Piugre: leurs puissantes influxions'. — Ahnliches hat Manilius sonst kaum; so wird man mit Bentl. aethere zu leseu haben (vgl. 2,354). 744 — 906 Fiir die folgende, dem Mauilius allein eignende Ver- teiluug der Lander unter die Tutel der !^w5ta (dieser ohne Konkurrenz der Planeteu) waren die verschiedensten Gesichtspunkte massgebend. Sternsage, Sternbild, das Etymon des Naraens sind mit dichterischer Freiheit benutzt. — 744 V fiihrt wie iiberall bei Manil. die Reihe: medio in mimdo, er hiilt die Mitte der Sonnenbalm zwischen den beiden Extremen $9 und ^. — caprum kurz fiir capricornum wie II 659. In den Hdschr. fehlt caprum: die Ausfiillung der Liicke zeitigte wunderliche Lesarten in deu jiiugeren Hdschr. (z. B. pro tempore uertitur axis: M uud Vatic II). — 746 asserit in uires (in tutelam suam) pontum, hier = Hellespontum — sie erhalt er als der Schwimmer in der Sternsage. — 750 — 751 Sein Vliess gibt ihm Ansprueh auf Persis — laxo Persis amictu mit weiter Stola; vestibus haerens vom anschliessenden Unterkleid. — Dass Syrien mitten heraus ihm zugewiesen sei (etwa nach Dufay: 'weil man in Tyrus Wolle farbte') ist nicht glaublich; es wird Assyriae et gentes zu lesen sein. — 752 Anspruch auf Agypten (tellus iussa natare) hat er wohl w^eniger als Schwimmer. Sondern er fiihrte den Bacchus zu einer Quelle, erhielt als Jupiter Ammon einen Tempel und wurde unter die Sterne versetzt (Nigidius nach Schol. Germ. Arat. p. 80 Breyssig). — 753 y sein Name weist ihm Taurien, Chersonesus (Scythicos montes) zu, Asia potens, das vom Taurus durchzogene, Arabia mollis, etwa nach IV 519 feminei incedunt, oder das Land der odores, V 265. — Dies alles ohne Beziehung auf Sternsage. — 756 JT mit klarem Hinweis
, Bucll 4, 757-763. 239
auf (las Sterabild erhalten sie deu pontus Euxinus und ludien. — Scythicos sinuatus in arcus (beliebter Vergleich des Euxeinos mit deni Bogeu der Scythen: Strabo II 124: besonders Plin. N. H. IV 75: retro curuatus in cornua^ ah his utrimque porrigitur^ ut sit pla7te arcus scythici forma. Namlich die Siidkiiste bildet die Sehne, die Nordkiiste mit ihrem Vorsprunge in der Mitte die Horner des einem
griechischeu Sigma (• ■) ahnhchen scythischeu Bogeus (vgl. Huet
zur St.). Dor Vergleich mit dem Bogeu rechtfertigt die Tutel des ferntreffeuden Apollo (bisher Fiihrer der Musen 151. 381. 525). Dem Bruder Hercules als dem Wanderer eignet ludieu. Textiiberlieferung ist: 756 colit post hracchia fratris — 757 ultimus et solidos Oanges et transcolit India cancer. Bei der Textfeststellung geheu wir von Bentley aus: uach ihm ist cancer, urspriingiich Randglosse zu 758, in den versifizierten Text gekommen; post hracchia fratris ist Astrothesie,
— transcoUt isl Dittographie. Darnach liest er: te colit post bracchia fratris (757), uud damit 757 nicht blos geographische Notiz werde: ultimus et colit hos Qanges et decolor Indus. So bringt er gegen seinen Grundsatz ein wiederholtes colit hinein; vor allem: uicht Phoebus sonderu Hercules steht "post bracchia. Hercules halt in der freieu Rechten die Keule; den linken Arm legt er iiber den Nackeu und iJie liuke Schulter ApoUos, der in der freien Rechten die Lyra und iu der freien Linken eiuen Pfeil halt. Also den hinter Apollos Armeu stehenden Hercules ehrt Ganges — colit bleibt auch iu 757 Pradikat. Uuter Ablehnung der zahlreichen Vorschlage (est positus; colit India Oangen; bracchia colit post te) empfehle ich: te Phoebe colit; post bracchia fratrem uUimus Eoos Ganges qui transfiuit Indos. — 758. 759 Dass Athiopia unter dem Krebse stehe, wird erhartet durch cuiplurimus ignis uud color docet nach vs. 530 at niger obscura canccr cum nube feretur in Ubereinstimraung mit den schwarzeu Athiopen — tenehrisque figurant vs. 723). — 759 Phrygien, das Land der Cybele, der der Lowe dient (II 441) ehrt den ^ — die Form potiris, fiir welche Neue nur eiu Beispiel aus Symraachus (epist. I 18) anfiihrt, ist zu beanstanden, hier auch nioht eiuraal beglaubigt (anch 1 hatte ursprung- lich potiri, wie der noch sichtbare Punkt hinter dera i zeigt, potiris ist korrigiert und erscheint in c und dessen Gefolge, nicht in grau); potiri hangt von ferocis ab: 'du trotzest darauf. — regnisque uach g.
— 762 Macetum fiir Macetarum (Macedonum): das Land, welches den Erdkreis bezwang, teilt er zweckraassig dera Q^ zu (iiiuere uictor IV 182). — 763 Rhodus, die Sonneninsel (I 216), der die Sonne heller
140 Buch 4, 769-781.
strahlte (Horaz IV 5, 8), als Tiberius in ilir weilte, zugleich aber wie die ganze Kiiste Kleinasiens eine Statte der Philosophen und Astro- nomeu, eignet der Jungfrau (uirgo magistra IV 190ff. 382). — Aber Arcader haben hier keinen Platz: areades 1 und m weist auf die hierher gehorendeu Aeoler hin: aus metrischen Griindeu empfehle ich Aeolis und ziehe antiqua zu fama. — 7Q9 z^ hat die Tutel iiber Italien, Hesperien und das besonders erwahnte Rom: hatte doch L. Tarutius Firmanus (Cic. de diuin. H 49) Roms Nativitatsthema berechnet: Romamque in iugo cum luna esset natam. Tarutius fand auch, dass Romulus dasselbe Nativitatsthema hatte wie Augustus (Plut. Rom. 12). Es scheint, dass die iu zwiefacher Form iiberlieferten luterpolationen iu 776:
cu fratre remns liauc
1. qiia genitus meus nmic condidit brbem 1 (g urbem c possidet);
2. qua genitus caesarque meus nunc possidet orbem m, jene den Romulus, diese den Augustus bevorzugte — iibrigens sind beide Versioneu gleich fehlerhaft (Remus hanc, caesarque). — In 774 uud 775 ist imperio nach g (imperia) und positis aus g (nach Bentl.) aufgenommen, was die Konzinnitiit der Glieder zu empfehlen schien.
778 inferius sidus: hier die allgemeine Bezeichnuug; sie wird wirksam 780 rmi scorpios wieder aufgenommen (ganz wie 797 und 799). Dem verhassten nt eignet Afrika (nach der Schilderuug 662), und zwar Karthago, Libyen (das Kiistenland an den Syrteu), Cyrene, das Nachbarland (latus) zu dem eigentlichen Agypten, dem Nillande; endlich Sardinien und die von den Karthagern eiust besetzten Inseln. — 780 Tyrrhenos m Thirrengs 1 radiat scorpius Im (radiatus Lgc) arces o (Dittographie aus 778). — Es ist Cyrenes lacrimis zu lesen (vgl. Jahrb. f. kl. Ph. 1889 10,712; 12,853). Mauilius folgt hier Piudar. Pyth. 9, 58ff.: Cheiron rat Apollon die Kupava vom Pelion her iiber das Meer zu entfiihren: z\%-ix vtv ap)(£Ti:oXtv {^Yjasi^ zjd Xcibv dyeLpaig — vuv o' e^puXeipiwv Tidxvid ooi AL,86a oi^zzoci suxXsa vujjicpav Swpiaatv £v y^puaioic, upocpptov* cva oi y^^ovbc alaav cc^ziy.a auvTsXsti-stv £vvo|xov owpYja£xat out£ 7iaY%dpTcoDv cpuTwv vYjTiotvov usw.; das sind also die den Tranen der Cyrene gescheukten Fruchtgefilde Libyens (Strabo XVII 22 Kup-^vata — -^ t6 atXcptov cplpouaa xal tov ottov xov KupTjvacov). Ellis N. M. zur Stelle fasst lacrimis als Dativ^, ahdere als Ablativ: donata lacrimis Cyrenes. Lacrimae Cyrenaicae ware gestiitzt durch manche Analogien (Heliadum lacrimae, Myrrae lacrimae, S&^ lenium = lacrimis Helenae), ist aber sonst nicht bezeugt. Das Zitat aus Scribonius Largus bei G-eorges s. u. beruht auf einem Missver- staudnisse. — 1 Sl eruit o: der Scorpion, bewehrt mit dem Stachel',
Buch 4, 783-800. 141
wiihlt die Gefilde mit seinen Waffen {armis ist zu setzen) auf wie oben: vs. 217 cauda rimatur terras et sulcis semina miscet, und vs. 383 potens Scorpiiis armis. — 783 Kreta gebiihrt als Heimat des Minotaurus dem Doppelwesen des Centauren, diesem auch als dem Bogenschiitzen (cretaeo fulget in arcu II 241). KpYjttxov zb^E^o^ war nach Diodor Y 74 stehendes Beiwort: Manilius setzt es hier in be- stimmte Beziehung zum Schiitzen, dessen Bogen die langgestreckte Insel abbildet. — 787 fiuitantem (vgl. uXwx"^ evc vigaw Hom.) sororem ad iura subsequitur == im Rechtsverhaltnisse folgt ein Teil Siziliens der Insel Kreta, also dem ^T , aber der nordliche Teil Siziliens, nur durch schraale Meeresenge getrennt von Italien, folgt dessen Gesetzen, und dessen Stern (=i^). In der Minos-Fabel bildet Daedalus das Bindeglied zwischen Kreta und Sizilien. — In 789 habeu Italia et o, ich wahle Italiae tenui etc; weil Manilius an dieser Stelle Elision eines langen Vokales meidet.
791ff. Sehr triftigen Anspruch erhebt der Steinbock als der winterliche, aber auch als signum duplum, ambiguum terraeque marisque auf die westlichen und nordlichen, der Ebbe und Flut unterworfenen Lander Spanien, Gallien, Germanien. — Ahnlich im Ausdrucke Plin. N. H. XIV 15: dubium terrae situm an partum maris. — 797 sed iuuenis — durch aquarius in 799 wieder aufgeuommen wie 259, 260 (vgl. zu 778) — nudos formatus mollior artus nach Scal. — der aquarius ist auch hier als Ganymed gedacht — mollior namlich als Z • — 798 ist liickenhaft iiberliefert: Aegyptum alepidam Tyriasque re- cedit. Die altesten Versuche, die Liicke zu fiillen, finden sich in F: lepidam ad arces — p: alipedam terras — M recedit ad urbes, die weiteren Ausfiillungen (Leptimque arces Scal. — aber Libyen ist verteilt — Aegypto ad Clydasque arces Dufay — recedit ad arces) lassen die sachliche Liicke bestehen. Dem Aquarius eignet eine Wasserkante: so besetzt er zuerst das noch nicht verteilte Agypten von Pelusium an bis zur Phonizischen Kiiste (das Nilland erhielt V; Aegypti latus = Barka der Ht), also Aegyptum ad tepidam. Das Ende seines Gebietes bilden Cilicum gentes uicinaque arua = vicina Ciliciae^ aber ostlich vou dem bereits verteilten Carien (ttp), also Pamphylien. Es fehlt also die Kiiste zwischen Phonizien und Syrien. Daher empfehle ich: Tyrias Syriasque recedit zu setzen. — 800 Das Land am Euphrat eignet nach der Sternsage den K • — Fiir das sinnlose uruptor m 800, das vielleicht aus einer Randglosse • — Euphrates — in den Text kam, ist vielerlei vorgeschlagen (echidnam., amator, osiris,
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Adonis, arator, opertu, amiduy stib atro, si(h hirto), sicherer Ersatz ist noch nicht gefunden. — 803 Parthis: hier das Land vom Kaspi- See bis zum Persischen Meerbusen (magnis circumdata rijris und mbri radiantia litora ponti). — 804 Nach Bentley: et Hyrcani — Fanosque, jene ani Nordrande des Gebietes, Panos kleine Insel im Persischen Meerbusen; beides sehr unsicher. — 805 complectenda m: dem Sinne uach angemessener als amplectenda.
807 — 817 rechtfertigen das befolgte System. — Zwolf Lander, verteilt auf die zwolf Tieruamen, an deren Stelle die griechischen Namen der uoSca traten, das war der astrologische Erdkreis der Agyptier (des „Necepso — Petosiris"); die grossere Zahl der Lander gebietet, jedem ^wStov mehrere Lander zu geben. Ptolemaus — nach altereu Vorbildern — teilt die oix&ujjlIvyj in vier Teile: Tptywva: L T ^ ^ daa nordwestliche, 2. ^ Xtp Z das sudostliche, S. U ^ ^ das nordostliche, 4. 6p n^ X das siidwestliche Trigonon mit den ent- sprechenden Landern. Neben dem Einflusse der ^wB:a steht bei Ptolemaus die Herrschaft der Plaueten. — Vorganger des Manilius sind nicht bekannt. So eignet ihm die mit dichterischer Freiheit durchgefiihrte, auf genaue Charakteristik der einzelnen Lander uach Lage und Art ebeuso als der ^wdia nach Sternsage und Sterubildern begrundete Zuteilung der o?xou[X£vy) auf die Zeichen des Tierkreises mit Ausschluss der Planeten. Konsequent setzt er nun die Aufgaben (iura 808) dor einzelnen Lander mit dem Charakter der Tierzeichen in Verbindung, dio als vorbildlich gefasst sind. Also finden sich die commercia signorum: die o^jposita, trigona, guadrata, hexagona pp. 811. 812 auf der Erde wieder. Daher die wunderbaren Wendungen in der Geschichte der Lander und Volker (vgl. Einleitung zu Buch IV): alles wohl eiugefiigt iu die stoische £L|j,ap[X£virj, den Komplex unzahliger Ursachen. Moglich, dass auch hier der Einfluss des Posidonius im Spiel war (vgl. zu 585). — 813 orbibus — orbes o — Erdteile, ent- sprechend der Darstellung zu halten und nicht in urbibus urbes zu audern. — 816 sic et nach Igm. — 817 genus erg. commerciorum., odii vel amoris.
818 — 865 Die meteorischen Vorgange — insbesondere die Sonnen- und Mondfiusternisse gelten dem Astrologen als Prophezeiung wichtiger Ereignisse. Diodor II 30 ff. meldet, dass die Chaldaer seitun- denklichen Zeiten Aufzeichnuugen iiber diese Vorgange gemacht haben. Dass die Finsternisse, deren Griinde man kannte, doch wieder astro- logisch verwertet werden, riigt Gellius II 28. Eine Sonnenfinsternis
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verkiindet die Grundung Roms (Ennius b. Cic. de diuiu. I 48), aber
