Chapter 13
II. 18, 487: "ApxTov •9''9jv xat S[xa^av eTctx^Yjaiv xaXsouatv, t] ^'aOtoij
atplcpexai xai x'Qpca)va ooxsue'., — aduersis frontibus = Auge in Auge.
— 505 obuius 'auf dem Wege', passt eigentlich nur zu surgere: sodass er sich gegen die Barin wenden kanu — toto mundo, weil er sich auf dem Aquator befindet (vgl. zu 395). — 506 und 507 Beide Verse sind eine recht miissige Erlauterung zu 501. — 508—517 Steten Wechsel im Ijeben der Menschen — sieht man an Trojas Geschick (anklingend au Horaz: Troiae renascens alite lugubri fortuna III 3, 61). — 517 Will man den Yers gegen Bentley halten, so mag man verbinden: annis uertentibus gentes uariam faciem exutas. — 518 In solchen Beweisfiihrungen ist Manilius weitschweifig, weiss nach Scaligor nicht manum tollere de tabula. — 519 Zeit mehrt nicht, Alter mindert nicht, Bewegung lasst nicht einschrumpfen (de senio), Lauf macht nicht miide — den Bestand des All'. — in 519, 520 ist tie als Fortsetzung zu nee zu wahlen. — 524 transuersas: abseits gelegen, namlich vom Sonnenlaufe. — 533 caelum laqueantia: die Himmels- decke ist mit verschiedenen Bildern wie ein Plafond geziert. — 534 nltius his niliil est-, die acpalpa xtov duXavwv iiberragt alle iibrigen Spharen: zwar heisst es 802: altius aetherii quam candet circulus orbis vom Wohnsitze der Gotter — aber da macht Manil. der popularen Anschauuug eiumal eine Concession. — 535 publica domus: weil sie den Blicken aller ausgesetzt ist. — 539 — 560 Massangaben: conuexo mundus Olympo — mundus das Ganze, Olympus conuexus die Kugel- flache. Als Mass gilt der Bogen, welcher zu je zwei signa des Tier- kreises gehort, sechs solche (554) bilden die Peripherie, ihr Durch- messer (quacumque inciditur orbis 545) ist davon der dritte Teil und ein Bruchteil (exiguo discrimine solidam summam dirimens — es bleibt ein Siebentel Rest: quantas habet dimetiens septimas, tantas eirculus habet duo et uicesimas Plinius) = vier signa; der Radius
— Abstand der Erde, des Centrums von der Peripherie (550 — 553) ^ zwei signa. So lehrt die Mathematik (ratio) — ceduntque recessus: latebrae uictae cedunt — Dufay, ahnlich Pingre. — in 549 haben astra bis o. Zur Wahrung des Metrums schlage ich Umstellung der Anfangsworte von 549 und 550 vor (astra igitur — summum bis). — 557 nec o: anreihend an die Angaben iiber die raumlichen Ent- fernungen; zur Sache vgl. lY 373: talis erit uarius sub eodem sidere fetus; dort wegen des Einflusses anderer signa, hier wegen der Grosse der Sternfelder. — uagos partus wird in 558 ausgefuhrt durch
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mixtum fetum: so gibt m nach Lowe. — Hiuter 560 ist eiueLueke: niindestens ist ein Vers ausgefallen, etwa wie bei Cicero 336: sex onmi c.edunt labentia noete.
561 Wie zwei Blatter in der unsern Haudschriften zugrunde liegenden mit den Versen I 355 — 398 und I 399 — 442 mit je 44 Versen ihren Platz getauscht hatten, so folgte hier das Blatt mit den Versen I 566 — 611: circulus acl hoream — medio uolitantia gyro hinter I 529: pendentia sidera caelo. und das Blatt mit den Versen I 530 sed di- mensa suis bis 565 per terga draconis hiuter 611 — also ein Blatt mit 35 Versen. Jacob und Housman nehmen daher eine Liicke an, jener hinter 564 (nach seiner Zahlung) von sechs; Housman hinter 563 flammeus ordo von zehn Versen. Jacob und Housman vermissen hier eine Belehrung iiber die Eudoxianische Einteilung des Meridians in 60 Teile, woriiber nachher zu sprechen ist. Uber die spatere Aus- fflllung der Liicke durch Interpolation vgl, Thielscher Philol. Bd. LXVL 1 pag. 130. — Der Ankiindigung in 561 — 63 entsprechend werden die Himmelskreise beschrieben: 1. bis 602 die Breitenkreise; 2. von 603 bis 630 die beideu Kohiren; 3. von 631 bis 647 der Meridian; 4. von 648 bis 665 der Horizont; 5. von 666 bis 683 der Zodiacus; 6. von 684 bis 804 die Milchstrasse. — Hinter 563 begiunt der erste Interpolator (gl) seine Arbeit mit 564 uud 565 (Jacob): circulus a summo nascentem uertice mundum perment artophylaca (sic!) petens per terga draco?iis — ihm folgt der zweite (nij Uj u^) tangit et originen chelarum summa regidit (565 a) sexque fiigit solidas celi uertice partes (565 b); eine Beschreibung des Aequatorial-Kolurs vom Pol bis ^, dann eine fehlerhafte Doublette vou 567. Scaliger und Bentl. haben die beiden ersteu Verse nicht iu ihren Text aufgenommen — die Fortsetzung in m Uj u., kannten sie nicht, wiirden sie e6ensowenig aufgenommen haben. Die lemmata am Rande und im Texte deuten auf die Verwirrung im Texte hin. Manilius zahlt schlicht nach Ge- minus und Achilles auf: arcticus 566 — 567; aestiuus (Wendekreis des Krebses) 568 — 574; aequinoctialis 575 — 581; hrumalis (Wende- kreis des Steinbocks) 582 — 588; austrinus (antarcticus) 589 — 593. — 566 arcton (o) ist zu beanstanden. arctos allein stehend ist bei Manilius Helice (I 502 und V 694), arcton findet sich nur hier uud kanu auch nur ursa major, nicht aber Norden bedeuteu. Vom Plural findet sich bei ihm nur arctos in der Bedeutung: 1. beide nordliche Baren (siccas, uersas, in aduerso positas, geminas), 2. fiir den Nordpol (frigentis, fulgentis), 3. fiir den Siidj)ol (austrinas, latentis), 4. oft
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auch fiir die an den Pol grenzende Himmelsgegend. Darnach andere ich fulgentis sustinet arctos, wie es nachher (590) heisst: austrinas ohsidet arctos, und verbinde fulgentis mit ad boream. — Ubrigens bleibt Manilius hinsichtlich des circulus arcticus bei der gewohnlichen Ansicht gegeu Strabo II 94. 95 (nach Posidonius): loXc, xs dpx- Ttxoli; ouxe Ttapa Ttaaiv oOatv outs xolc, auxor; uavTa)(oO xiz, olv Stopi^oi 'za.c, dxpaxou? aluep e:alv d(x£xaTCXWxoi; — 568 extremi cancri: der erste Grad des Q. — 569 in ihm gipfelt die Dauer des Tages'. —
570 tarda 'die Sonne verweilt hier, macht Halt' (solstitium). —
571 Der Kreis heisst ^epivoc, uud xpoutxo;. aestiuum o weder als neutrum noch als masculinum zu halten: man lese aestiims. Er entuimmt diesen Namen ab aestu; genauer in 572 temporis et titulo potitur (^epcvo?), — und als xpoTitxo? 'bestimmt er das Ziel der Sonneu- laufbahn' (inetaynque statt meta o; wie extremi actus, uolantis, ferui- dus lauter circensische Worte), denn hier beginnt die Riickfahrt. — 575 Aequator. — 576 spera o, entsprechend gr. aTretpa. — 577 Weder limine l^ noch lumine w passt fiir den Himmelskreis — es ist limite zu lesen. — 581 db aestu kurz fiir circulo aestiuo.
582 brumalis = ys.i\).epiv6c, — die Lesart timens m deutet auf das richtige limes. — 583 ultima fugientis solis: der sich von uus entfernenden Sonne (fulgentis o ware miissiges Beiwort). — lumina durch ultima gefordert; der Kreis bildet eine Grenzlinie wie in 569. — 584 inuidaque (Scal.) wie maligna in III 339 'karge Spenden' in- folge des beschrankten Tagesbogens (per iter minimum) — inviaq. o ist unverstandlich. — 590 austrinas (astrina m, austrinus w), arctos allein wiirde die Barinnen am Nordpol bedeuten. — 594 uertex a uertice divisus ist unverstandlich ; es fehlt ein circulus oder orbis; ebenso per binas partes, und duplici summa. Erklarlich wird es, wenn man diese drei Verse als eine weitere schwache Leistung des oben (563 ff.) tatigen Interpolators ausieht, der hier in der oben ab- gebrocheneu Beschreibuug eines Kohirs fortfiihrt; dazu die Zuge aus 603 ff. entlehnt (vertex a uertice 603, signantis tempora aus 607). Nach ihrer Entfernung schliesst sich 597 richtig an 593. — pariterque rotantur inclines: 'egalement inclines' (Piugre). — 599 lese ich textu mit Dufay = 'Anordnung', wie III 270 — die Abstande der einzehien Kreise von den Polen und von einander bestimmt Mauilius durch Teile. Sie verhalteu sich vom Nordpol bis zum Aequator wie 6:5:4, und vom Aequator bis zum Sudpol wie 4:5:6. Er lasst also einen Meridian in (2X15) 30 gleiche Teile zerlegeu und verteilt
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diese eutsprechend auf die einzelnen Abstande. Damit schliesst er sich an Eudoxus an, der den Kreis in 60 Teile zerlegte. Vermutlich fand er das in seineu Quelleu. Denn die Eudoxianische Teilung- hat sich — wenigstens fiir gewisse Angaben — weiter behauptet. Strabo — wo er nach Posidonius iiber die Tispiaxioi, d(i,'ftay.toc, sTspdaxiot handelt — II 13 — sagt: 07roxst[Ji£vo'j xoO [xexa^u StaaxYjjxaxo^ xou x£ taY][i£ptvou xat xoD xpoTitxoO xexxdpwv s^Y^y.oaxwv xoO [Jis- ytaxou xuxXou — genau wie Manilius. Nicht anwendbar war diese Teilung auf den Zodiacus: Manilius teilt ihn nach Hipparch ohne weitere Bemerkuug vs. 681 in 360 partes.
603 ff. Beide Kolure, — 608 ihre Merkmale, 609—617 Angabe der am Aequinoctial-, 618 — 630 der am Solstitial-Kolur liegenden (Diestirne, bis auf Einzelheiten mit den Angabeu Hipparchs iiber Eudoxus stimmend. Dass sie nach deu Parallelkreisen behaudelt werden miissen, wird 604 betont. Der erste geht durch die Aequi- noctial-, der zweite durch die Solstitialpuukte. Jener geht vom Nordpol aus durch deu Schwanz der Hydra, zwischen beiden Baren (siccas). nicht erwahnt ist hootes; er trifft den Anfang der Wage, das Ende der Wasserschlange (extremam), die Mitte des siidlicheu Ceutauren (ich lese austris statt astris o); trifft zum zweiten Male mit dem senkrecht auf ihm stelieudeu (aduerso coluro ist dativ) Kolur im Siidpole (axe) zusammeu, geht durch dieseu Pol hindurch (i'edit in caelum uach m) zum Walfisch, trifft deu Anfaug des Widders (fines), das von Hipparch nicht erwahnte Dreieck, den Bausch (imos sinus wohl uugeuaue An- gabe) der Andromeda, die Piisse (uestigia uach m) der (^assiopea; endet seinen Lauf im Pole. — 618 Der Solstitial-Kolur halbiert jenen im Pole, geht uahe bei deu Yorderfiisseu der grosseu Barin vorbei (als iirsa maior durch 620 uud 621 keuntlich gemacht), treunt Kreb& und Zwillinge, trifft den grossen Hund (flagrantem ore: da erglanzt ihm der Sirius), das Steuer der Argo, schueidet im Siidpol (axem occultmn) den ersteu Kolur rechtwiuklig, und von desseu Wege sich abwendeud (rursus wie obeu redit in caelum) geht er zwischeu Steinbock und Schiitze durch, trifft Adler, Lyra, Drachen, und geht langs (prae- terit m) der Hinterfiisse des kleiueu Bareu zu seinem Ausgaugspunkte.
631ff. Meridian und Horizont. Mit Huet lese ich: his aeter- nam fixerunt tempora sedem: tempora: namlich der Aequinoctien und Solstitien, in fester Stelluug, festen Aufgaben (inmotis per signa modis 632). — 633 uolucres fecere: 'astronomi' sagt Bentl.; uolucres sind sie, wechselnd nach dem Standpunkte und Wohuort jedes Be-
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obachters. — 634 Helice hier kurzweg fiir Nordpol. — 637 Hic mutat per signa uices — seu si, diese Verbindung kommt sonst nicht vor; wohl aber eeu si = & bei Draeger Hist. Synt. II 640 — haufiger ist ceu cum bei Vergil). Dass der Meridian seine Zeitangaben nach der geographischen Lange macht {mutat uices uach Hor.), wird durch einen Vergleich erlautert: 'wie der Wanderer, weun er sich zu den Eoern oder zu den Hesperiern wendet, immer iiber seinem Scheitel den Meridiau beschreibt und mit seinem Wohnsitze Himmel und Stunden wechselt, weil die Mittags- linie fiir jeden Ort verschieden ist'. An deu Vergleich schliesst sich dann au : uolat hora per orhem. Der Vers quando aliis — orhem steht in 0 hinter 640, ist in m in Klammern eingeschlossen und nach 646 wiederholt. Er ist mit Scalig. hinter cumque loco — mutat zu setzen. — 643 ff. An nolat hora per orhem schliesst sich die Aus- fuhrung iubetreff einer einzeluen, der Mittagsstunde. Der Tag ist in zwolf Stnnden geteilt, sechs von der ersten bis Mittag, sechs von da bis zum Untergang. Wenu bei uns die Soune aufgeht (erste Stunde), haben diejenigen die sechste, iiber denen dann die Sonne kulminiert {timi premit = sitper incumhit — aureus orhis 644); wenn sie bei uus untergeht, haben die Hesperier die sechste Stunde. Diese beiden sechsten Stunden bezeichnen wir als die erste und die letzte {utramque mit g), wir empfinden aber, dass Morgeu und Abend Kiihlung hvmgen (gelidum lumen,ah extremo igni), wahrend jene die Mittagswarme haben. — 648 — 665 Lehre vom Horizonte — der Kreislinie, in welcher Himmel und Erde sich uumittelbar beriihren: qua coit ipse sihi nullo discrimine mundus, dem geometrischen Orte fiir die scheinbareu Auf- gange und Niedergange der Gestirne (652). Auch dieser Kreis durch- eilt den ganzeu Himmel (per totum uolitahit linea caelum). Dies letztere wird in 655- — 59 erlautert. Die beiden Verse 655, 656 lauteu in allen Hdschr. nofi tantum ad medium uergens mediumque repente orhem nunc septem ad stellas nunc mota suh astra sed quaecumque etc. Wer diese beiden Verse tilgt, wie Bentley und Pingre (nec sensus inest nec extra sunt sana uerha — Quis Oedijms hoc aenigma soluerit?) oder neue substituiert wie Housman (mmc tractum ad medium uergens mundique tepentem orhem'), muss auch sed iu 657 andern (nam oder seu). — Manilius geht hier von einer Definition des Posidonius (?) aus : cum — orhes, qui caelum quasi medium diuidunt et aspectum nostrum deflniunt, qui a Oraecis dpf^ovTe? nominantur, a nohis finientes rectissime nominari possunt, uarietatem maximam
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haheant aliique in aliis locis sint etc. Cic. de diuinatione II 44, 92. Er gibt uns zuoachst zwei Beispiele: linea non tanium acl medium (erganze caelum aus 654) mediumque orhem (scil. terrae') uergens repente (so sagt er zur Abwechselung im Sinne von uolifans), hieran schliesst sich das zweite Beispiel: nunc (scil. uergens) ad septem stellas nec (dies ist raeine einzige Anderung) mota suh astra. Das erste Beispiel gibt uns einen wahren Horizont (caelum quasi medium diuidunt'), die Kreislinie, deren Mittelpunkt Centrum des scheinbaren Himmelsgewolbes uud zugleich nach geocentrischer Anschauung der Erde {medium totius) ist, oder kiirzer der Durchschnitt einer durch den Mittelpunkt der Erde gelegten Ebene mit der scheinbaren Himmels- kugel (653, 6G3 und 664). Das zweite Beispiel zeigt einen schein- baren Horizont, Die Kreisebene des scheinbaren Horizontes liegt parallel zu der des wahren Horizontes, die Yerbindungslinie der Mittelpunkte beider Ebeneu geht verlangert nach beiden Seiten zur Hiramelskugel, zum Zenith und Nadir. Manilius fahrt fort: linea vergit ad septem stellas nec mota suh astra. der Horizont riickt nach dem Pol, hat iiber sich die Himmelskugel mit den nie unter- gehenden Gestirneu (nec 7nota = et immota astra). Aus dieser Lage des scheinbaren Horizontes folgt, dass Manilius die Kreisebene des wahren Horizontes mit der Aquatorialebene in seinem Beispiel (ebenso in HI 354 ff.) zusammenfallen lasst, wie dies Posidonius an- deutet {orhis qui caelum quasi ynedium diiiidit). Daran schliesst sich mit 5e(Z das Weitere iiber den scheinbaren Horizont, der stets nach dem Standpunkte des Beschauers wechselt. Im einzelnen ist noch zu bemerken: — 650 terraeque uach g — 657 quaecumque Igm lasst sich wohl halten. — 66 J dimidium: wortlich richtig nur in dem Falle 655; sonst gilt aliud caelum ostend.ens aliudque relinquens. — 664 ist wohl mit Bentl. zu tilgeu; er wiederholt 653 fast wortlich, fallt auch aus dem Zusammeuhange heraus: jedenfalls ware pleno nach m fiir plano zu setzen. Dagegeu sind 663 und 665 nicht zn beanstanden. terrestris ist der scheinbare Horizont, sofern ihn die Erde begrenzt; 665 wiederholt die Ciceronische Definition (s. obeu), iibrigens fuhrt Manilius die griechischeu Termiui mit seiner Erklaruug mehr als zwanzigmal ein. — 666 — 684 Zodiacus, die Bahn der Planeten, die 668 und 669 in der von Mauilius festgehaltenen Ordnung aufgefiihrt sind, namlich Sonne und Moud ungetreunt, von ihnen getrenut die fiiuf anderen Planeten. — 666 adice in dieser Messuug uoch IV. 44. — 676 fallit: gebraucht wie 240 fallente solo decUuia
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longa = dissimulat -, hier etwas anders: in seinem schragen Laufe trifft er drei Kreise (er beriihrt beide Wendekreise, schneidet zweimal «len Aquator) und vermeidet' durch seine Schragung deu geraden Lauf der iibrigen Himmelskreise. — 677 ff. gemeinsam mit dem folgenden circulus lactens hat er ausser der Schragung, dass er sichtbar ist; wie ein breiter Giirtel legt er sich hin. — caelato lumine in 680, so o — , ist nicht zu halten (Imnen caelat, non caelatur), Housman schreibt eulmine, niiher liegt entsprechend dem stellatus halteus: Ihnite. — 681 — 684 sind nicht mit Housman zu beanstauden. Die Einteilung des Zodiacus in 360 Grade erwahnt Manilius hier (wie in H 307), weil er sie fiir 682 braucht: die An- gaben sind aber sachlich und formell nicht zu bemangelu. — 684 — 804 T ist der Glanzpunkt des ersten Buches. Sein Weg 684 — 698, sein Glanz — 715, seine Beschaffenheit — 755, seine Bestimmung als Sitz der an den Hiramel versetzten Seelen — 804. — 684 in aduersum positus: ita positus ut aduersus sit zodiaco, wie 666 aduersaque fila trahentes; positas (g) ist unbrauchbar; die Stellung der beiden Baren ist nicht aduersa (sequiturque sequentem 304); ad arctos, naher bestimmt durch horeae gyrus, welchem die Milchstrasse sich nahert, ohne ihn zu beriihren. — 686 inuersae Cassiopiae wie aquila supina 688, weil die Fiisse des Sternbildes dem Pole zugekehrt sind. — 690 inter caudam, qua scorpius ardet, extremamque — sagittam. intra findet sich uoch bei Scaliger aus spiiten Hdschr. (F und M), das richtige inter in o. Die Milchstrasse geht zwischen dem durch mehrere Sterne markierten Schwanze des scorpius (o) und dem linken Arm nebst Pfeil des Schiitzen durch {sagitfa ist hier nicht das kleine Sternbild, Pfeil). — 693 durch alterius wird der Ceutaur (418) ge- kennzeichnet. — 694 aplustria summa; der verzierte Schiffschnabel; = die aussersten Sterne des Schiffes werden beriihrt. — 701 nec quaerendus erif, vgl. IV 917 seque ipsum iuculcat et offert. — 705 Zwiefacher Vergleich mit einer Strasse zwischen griinen Gefilden und mit der Bahn eines Schiffes, entstellt durch den interpolierten Vers 707. — 705 uirides discernit: Die betreffendeu Adjectiva, Parti- cipien, Zahlworter der dritten Declination sind nach Kellers Vor- schriften behandelt und. zwar im Einklang mit den Handschriften. Hier aber entscheidet der Wohlklang fiir uirides wegen des folgenden discernif. — Bei den Substantiven iiberwiegt die Endung; auf es Nachweis findet sich in der varietas lectionis. — 712 findens nach L,
26 Buch 1, 713-728.
und m, entsprechend dera discernens semita campos 705 und freta canescunt sulcum ducente carina 708, durchschneidend. — 713 Der dritte Yergleich mit dem Regenbogen leitet iiber zu dem beriihmten Exkurse iiber die Milchstrasse, deren Wesen den Sterb- lichen ein Ratsel ist (inquirunt humano pectore sacras causas)^ deren Glanz abweicht von dem der iibrigen Gestirne (noua lumina uihrantur :-= micant, schimmern; der Ausdruck erneut den Yergleich in 703 und 708). — 718ff. Wie oben 120ff. Manil. eine Ubersicht der dich- terischeu und philosophischen Ansichteu iiber die Schopfung gab, so gescbieht es hier inbetreff des circidns lacteus. Wir wissen, dass die nun folgeude Ubersicht auf Posidouius zurtickzufiihren ist (Diels Rhein. Mus. 34, 190 und Doxogr. 229 ff.). — 1. Ansicht des Theophrast: lacteum dixit esse compagem. qua de duohus hemisphaeriis caeli sphaera solidata est et ideo ubi orae utrimque conuenerant notahilem claritatem uideri (Macrob. Scip. I 15. 3). Mauil. referiert nun eine doppelte Auffassung dieser Zusammenfiigung {compages^ axjii^^oXri) : a) das Gewolbe strebt sich zu losen, die Halbkugelu wollen sicli wieder trenueu (diductis segminihus 718) uud zwar an der Yerband- stelle, wo schon ein fremdartiges Licht durch die dtinne Decke und deren Risse durchscheint. Abschluss macht die unwillige Frage (oytxXioLQ^bz): 'wie?, als ob sie uicht erschrecken miissten bei dem Anblicke solcher Schaden und des drohenden Sturzes {uulnera^ iniuria mundi')? b) die Halbkugeln streben uach festester Yerbindung 723 — 728. (coeat. conueniant, iungant, die praesentia, wie 148, schildern die Festig- keit der Yerbindung, die sich in der Narbe erweist). Die Yerse 726 — 728 erklaren die sphaera solidata und die notahilis claritas. Manil. fo]gt hier wohl den Ausfiihrungen des Diodorus Alexandrinus, Scliiilers des Posidonius: ignem esse densetae concretaeque naturae in unam curui limitis semitam discretione mundanae fabricae coa- ceruante concretam (Macrob. 1. 1). Die Narbe zeigt die Yerschmelzung (fusuram mundi), der ihr entsprechende limes die Zusammendrangung (stipatus ~- solidatus), damit aber wird das Licht dieser Stelle bestimmt; statt des Glanzes einzelner Sterne erscheint es als Nebel (ignis densetae concretaeque naturae), getrubt durch die irdische Atmosphare, ahnlich dem Lichte der Meteore; dies entspricht der Lehre des Posidonius: Twupoc; auaxaaiv, dcaxpou p.ev {Jiavwxlpav, atjy/js 51 Tcuxvoxlpav (Diels Doxogr. pag. 366). — Abschliessend: ira lacteus orhis wolleu die Rander der Halbkugeln {fundamina, caelique oras et sidera 724) auf das festeste sich zusammenpressen {in cuneos cogit = constipat
Buch 1, 729-748. 27
nach Bentl.; ein militarischer Terminus). — 729 Mit direkter Frage fuhrt sich die zweite Ausicht, die des Oenopides von Chios eiu: Izepoi oi cpaatv wv iaxi v.od Ocvotccoyj? 6 Xto^; ox: npoTBpov xaxa toutou Ecpspsxo 6 rjXioc,, 5ta 5e xa OueaxsLa SecTiva aveaxpacpYj (auf die Oueaxeia SelTtva geht Manil. hier nicht ein); ahnlich die Pythagoraer: oi oz xov '?jXta-/,6v xauxTjj cpaal xax' ap)(as "^e-^o^^iyxi 5p6[xov (Diels Doxogr. 229, 365) was Manil. wortlich iibersetzt: isse solis eqiios per saecitla prisca diuersis cursibus, nicht curribus (c und v^) oder gar diuersos (Jacob nach c und v) — incocta = combusta — 733 mutasse : tauschteu ein. — 734 sepultum cinere aspersum^ also inhumatum. — 735 — 749 Dritte Ansicht: die Pythagoraer ziehen die Fabel des Phaethon heran: aaxepo^ xaxacpXe^avxo^ a5x6 iid xou xaxa Oae^ovxo? £[jt,7iprja(JL0D (Diels Doxogr. 365), welche Manil. behaglich ausfiihrt, ura die diirre Aufzahlung zu beleben. — 742 ist mit Postgate vor 740 zu stellen — . curuae quadrigae vom rechten Wege abweichend (axoXialoi;). Da& Viergespann eignet dem Phoebus, das Zweigespann der Delia. — 740 recentem Scalig. : orbem solis nouum nouis admouisse caelipartibus. —
743 nutu o cunmm m currum w — currum solutum: der durch den Blitz zerschmetterte Wageu (Dufay); le char vole en eclats (Pingre). Dass die Gestirne eine Zertriimmerung des Sonnenwagens iibel vermerkt hatten (nec — tulisse) ist unglaublich, und dieser Blitzstrahl erfolgt erst als Strafe des iibermiitigen Frevlers (745). --- solutum und errantes sind fast gleichbedeutend; man halte nur cursum mit m^ und erganze zu nutu Phaethontis 'die Gestirne ertragen nicht die auf Phaethons Geheiss abirrenden Giuten und deren regellosen Lauf. —
744 Quid (m) querimur: lebhafte Frage wie oben 721, terra- rumque rogum cunctas arsisse per urbes? die Erde wird zum Scheiter- haufen, brennt selbst, weil ihre Stadte brenneu. Aber auch der Himmel brannte, cum uaga dispersi fiuitarunt lumina curriis — dispersi des durch Jupiters Blitzstrahl zerschmetterten Wagens. lumina von Bentl. iu fragmina geandert: fluitarunt weise auf die Triimmer eines Schiffbruches hiu, auch bei Ovid. Met. II 316 seien die herum- liegenden Fragmente des Wagens aufgezahlt. Hier ziinden die in die Jjuft geschleuderten Fragmente, wirken als Fackeln, fliegen im Luft- meer, verbrennen den Himmel (747), daher halte man lumina: „al& die Feuerbrande von dem zerschmetterten Wagen herumflogen, ver- branute auch der Himmel". — 748 Bentl. Umstellung uicina nouis scheint notig. Gemeint sind sidera auf der Milchstrasse, die von den uugewohnten Flammen in Brand gesetzt (incocta 732) ihre Farbe
28 Buch 1, 750-758.
andern (733) und noch jetzt das Geschehone verkiinden {referentia mit m zu lesen). — 750ff. Vierte Ansicht: die Phaethonfabel mit ihrem physikalischen Hintergrunde wiirdigte Manil. einer langeren Ausfiihrung: diese etymologische Fabel behandelt er geringschatzig, ebenso wie der stoische Dichter des Aetna, niit einer gewissen Ironie als verbrauchten Stoff (vgl. die Prooemia zu lib. II und lib. III). Auch in dem Ausdrucke, der in das Groteske iibergeht, einem .itilus cruentus (V 460) zeigt sich das. Hier nec mihi celanda est: leider muss ich der Vollstandigkeit wegen einen alten verbrauchten Stoff", eine Art Ladenhiiter der Mytho- loo-ie, erwahnen: /"am«e vulgata uetustas. Dieser Ausdruck wird durch zwei Nachahmungen geschiitzt. Aetna 74: vulgata licentia famae und Ijucau IV 654: hinc aeui ueteris custos famosa uetustas. — 751 mollior: 'kindlicher, friedlicher', namlich als die Phaethonsage. — 755fP. Fiinfte Ansicht: die physikalische Erklaruug Democrits: TioXXwv */tal [xaxpwv xal auv£)(d)v aaxlpwv au[xcpojTt(^o[X£vwv dAXyjXoii; Sta XYjv 7iu'/ovwacv auvauyaa[x6v (Diels 1. c.) wird genau wiederholt (conuexit durch Ij und g gesichert). — 758tf. Sechste Ansicht: die Milch- strasse als Aufenthalt der auserwahlten Seelen. — Die stoische Lehre: in caelum redire animas caeloque uenire findet sich bei Manilius IV 887. Nach derTrennung von dem Korper irdischer Natur (terrenae sortis IV 891) verlassen die Seelen die Brde und deren Atmosphare (I 760), streben vermoge ihrer feurigen Natur dem Himmel zu. Eine Klassifizierung der Seelen, wie bei Vergil, fehlt; von einer Lauterung derselben, vou einer Seelenwanderung wird nichts gesagt. Manilius verschmaht es, die reichlich fliessende Quelle des Posidonius und seiner Schiiler so zu benutzen, wie Vergil es tat, weil er dem Volks- glauben fernsteht und die in die Stoa eingedrungene, von Posidonius adoptierte Mystik nicht billigt. — Hinsichtlich des Ortes ist, als Ansicht des Posidonius, bezeugt: aeX-^VYjs oixouai xotiov, ev^B-aSe xs 5td xyjv stXtxpcvecav xou dipoq TcXefova Tzpbc, oia[JLOVY]V Xa[xpdvouat yjpovov (Sext. Emp. IX 71); gemeint ist also das Grenzgebiet zwischen irdischer Atmosphare und dem himm- lischen Aether (Cic. Tuscul. I 42 f.); nicht ausdriicklich bezeugt ist, dass Posidonius den Mond oder die Milchstrasse als das Elysium bezeichnet habe. Mauilius macht seine Angabe als eine fragliche (an huc ynigrant?) Sein nachweislicher Vorgauger ist Cicero de rep. IV 15: ea uita uia est in caelum et in hunc coetum eorum qui iam uixerunt et corpore relaxati. illum incolunt locum queni uidcs — erat autem is splendidissimo candore inter fi.ammas circulus
Bucll 1, 758-763. 29
elucens quem uos ut a Oraiis accepistis orhem lacteum nuncupatis. Auch iii der Auswahl der nomina dignata caelo folgt er, fiir Rom wenigstens, Cicero (de rep. VI 13): omnihus qiii patriam conseruauerint adiuuerint auxerint certum esse in caelo ac definitum locum^ uhi heati aeuo sempiterno fruantur — Manner der Art nennt Hor. C. 1 12, ihre Reihe wird von Vergil (Aen. VI) und Mauilius erweitert. Dort schaut Aeneas in einer Vision die Seelen seiner Naclikommen bis Augustus und Marcellus, sieht in der xata^aat? die Seeleu der gefalleneu Trojaner, die Danaer aber erschreckt er noch im Hades: Vergil vertritt hier die von Horaz C. III 3 in der Rede der Juno bekampfte Richtung (vgi. auch Propertius IV 1). Manilius bevorzugt die Oriechen, verschmaht die Aeneassage, nennt Philosophen und Gesetzgeber; fiir die Auswahl unter den Romern greift er wie Vergil zu den Vorarbeiten der Rhetoren. — 758 noynina (g) 'Persoulich- keiten', niclit numina. Die Seelen sind zunachst noch mit Irdischem behaftet, sie wandern (remissa ex orhe terrae) aus dem Erdkreise nach der Milchstrasse, wo sie nach stoischer Lehre geliiutert werden. Manilius deutet die mit Pythagoraisch-Platonischen Vorstelluugen durchsetzte Doctrin des Posidonius hier und weiterhin eben nur an. So 761 aetherios uiuunt amios: nicht nach Pingre vie celeste, noch nach Dufay annos caelestes. Die Erklarung gibt Cicero d. rep. VI 24 homines enim populariter annum tantum modo solis., id est unius astri reditum metiuntur., quum auiem ad idem unde semel profecta sunt cuncta astra redierint — tum ille uere uertens annus appeJlari potest.^ in quo uix dicere audeo, quam multa hominum saecula teneantur. Wie ftir die Planeten eine verschiedene Dauer des Jahres (evtauTOs) angenommen w^urde (Diels Doxogr. p. 363), so fiir die Dauer des Aufenthaltes der Seelen in dem ihnen angewiesenen Himmels- raume {suum hahitantia cuelmn 760). Bei Vergil. VI 746 geniigen 1000 Jahre fur die Lauterung im Blysium. — aetherios annos also = Ather-Jahr oder Himmelsjahr, analog zu Sonnenjahr — mundo- que fruuntur: sie geniessen die lauternde Kraft (ecXixpiveta) des Athers. — 762 Aeacidas = Achilles und Aiax der Telamonier — ueneramur (Igm) nicht uenerantur. Der Dichter bestimmt die Heldenreihe (prae- teream 769). — 766 castra ducum et caeli konnte man als Apposition zu Pergama ansehen, uicht aber Troiam. Ob man nun inuictam, oder tutam oder totam Troiam auf die Milchstrasse versetzen will, natiirlich uiros ipsos (Bentl.), bessert in der Sache nichts. Der Vers ist gut, aber an anderer Stelle, namlich II 3. Hector ist also nicht
30 Buch 1, 769-782.
erwahiit, aber auch Aeneas nicht, weil Manilius sich mit der Aeneas- sage nicht befreundet hat und von Yergils Auffassung geflissentlich abweicht. Die Trojaner werden deshalb gar nicht genannt, nur die Hiilfsvolker finden Beriicksichtigung, Memnon, der Lycier Sarpedon, Penthesilea pp., gerade als ob durch die eingeborenen Trojaner die Harmonie auf der Milchstrasse gefahrdet werden konnte. Verzichte man also darauf einen Hector, Assaracus, Ihis u. a. dem Manilius hinzu- zudichten. — 769 ff. regesque alios^ namlich auch Piihrer von Hulfs- volkern. Dass Griechenland solche gesendet habe, ist unbekannt. Mit Housman ist Thraecia zu lesen: er zitiert: Hom. II. II 844 auxap ©pTjtxas Yjy' 'Axa[xas xxl IlEipoo; rjpwg; Asiae gentes ebenda 851 ff.; Pella endlich in Macedonien am Axios entsendet die Paeonier Jl. II 848 auidp nupaLyjjtyj^ dye Hatova; dYxuXoTo^ouc: Trp.d^sv iE, 'Ajiuowvo^ dn 'A^wu eupupeovTo; — Pella, spater so gross durch den grossen Alexander. — 771 ff. quique = nec praeteream uiros mit leichtem Wechsel in der Construction. Fiir die Auswahl der nomina dignata caelo von 771 an mag Vergils Programm Aen. VI 660 maB- gebend gewesen sein: Vaterlandsverteidiger, Dichter und Philosophen, "Wohltater der Menschheit werden im Jeuseits nach Pythagoraischer, von der Stoa (Posidonius) aufgenommener Vorstellung belohnt. Solon, Lycurgus, Socrates, Plato, Themistocles vertreten Griechenlaud. - — 771 strictas pondere mentes: strictas wie in Verbindung mit gladius =^ schlagfertig. j^ondere: par le poids de leurs conseils sages (Pingre). — 778 Tarquinioque minus: Cic. parad. I § 11: sunt enim omnes pares praeter Tarquinium. — 779 tota acies partus: unius matris partus tota acies (Bentl.): „ein Wurf, eingauzesHeer". — nec non et, nec 7ion hier durch et gesteigert wie Verg. Aen. I 752 nec non et — uario noctem sermone trahehat und oft — trunco ist Substantiv. — 780 et steht hinter seinem Beziehungswort = etiam uiris. — 781 ferens moenia: gemeint ist corona muralis. Sie wurde demjenigen gegebeu, der zuerst die feindliche Mauer erstiegen hatte. Cocles hatte die hochste Auszeichnung, die corona graminea verdient (Plin. Nat. Hist. 223 u. 4 Corona quidem nulla fuit graminea nohilior — dabatur haec uiridi e gramine decerpto inde uhi ohsessos seruasset aliquis). V^ermutlich trugen die Statuen des Cocles die corona muralis, ahnlich wie die turrita Cyhele. — 782 M. Valerius Coruus in sieg- reichem Einzelkampf mit dem Gallischen Fiihrer geschildert (349 a. Chr.), iiber ihn sagt Plin. Nat. Hist. VII 157: centum annos implevit cuius inter primum et sextum constdatum XLVI anni fuere. idem
Buch 1, 784-798. 31
sella cunili semel ac ulcies sedit quotiens nemo alius. — uolucris und ales hier der dera Phoebus heilige Rabe (oben 417), als Helmzier gedacht, in diesem Zeichen wohnt gleichsam die Gottheit. — 784 ff. Camillus Retter des Capitols und des Jupiter Capitolinus, Neugriinder des eroberten Roms (zu loue erganze aus seruando emseruato); nach- ahmend sagt Silius XIV 683: seruando condidit urbem. — Brutus erhalt hier seinen Platz; wie Camillus hat er Rom vom Feinde befreit, dadurch wird er conditor urhis receptae (so gegen die Hdschr.). — 786 Pyrrhi ultor per hella heisst nach echt-romischer Auffassung
